Login
Mailbox
Sie sind nicht eingeloggt.
Das Big-Game Angeln
|
Das Big - Game Fischen (das große Spiel) Was ist Big - Game Fischen? Die bekanntesten Reviere befinden sich in Urlaubsregionen, so dass die meisten Angler ausschließlich während des Urlaubs entsprechende Erfahrungen sammeln. Weiterhin ist das Hochseefischen auf die kapitalen Meeresräuber nicht unbedingt günstig. Boote mit einem erfahrenen Kapitän und Guide sowie einer geeigneten Ausrüstung werden in aller Regel gechartert. Was die weitere Ausrüstung betrifft, so bleiben wir zunächst beim Schiff. Dieses ist übli-cherweise mit mehreren Outriggern ausgestattet. Hierbei handelt es sich um ein System, dass zum Schleppfischen benötigt wird und mit dem Downrigger verglichen werden kann. Bei den Angelruten handelt es sich um spezielle Hochseeruten bzw. Big-Game-Ruten. Sie fallen vor allem durch ihre gute Aktion sowie eine immens hohe Belastbarkeit aus. Je nach Hochseerute wird die Angelschnur nicht durch Rutenringe sondern durch Rollen geleitet. Was die Rollen betrifft, so entscheiden sich zunehmend mehr Hochseefischer für die Multirolle, doch der Klassiker ist immer noch die Hochseerolle. So genannte Big-Game Rollen und Ruten werden unter anderem von Grauwell, Cormoran, Shimano, DAIWA, TiCA und Penn angeboten. Das Equipment muss immer auf Schäden untersucht werden, denn Schnur, Rolle und Rute sind beim Drill eines Fisches immer hohen Belastungen ausgesetzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Drill anzugehen. Meistens begeben sich die Angler auf den bereits erwähnten Kampfstuhl. Dort wird die Rute in einen Rutenhalter gesteckt, was für den Big Game Angler auf jeden Fall eine große Entlastung bedeutet. Der Angler hat einen Hanisch (das Gerät kommt von Harness engl. und heißt soviel wie Geschirr) um, der in die Rolle eingeklinkt wird. Somit kann der Angler mit seinem Körper den Fisch drillen und nicht nur mit den Armen. Der Rutenhalter am Stuhl ist so konzipiert, dass sich die Rute ständig mit dem Fisch drehen kann und gleichzeitig die optimale Aktion ausübt. Somit kann der Angler sich ganz entspannt um die Rolle und den Drill kümmern, wobei entspannt mit Sicherheit der falsche Ausdruck ist. Bei der zweiten Methode hält der Angler die Rute mit den eigenen Händen. Allerdings ist diese Vorgehensweise nur dann zu empfehlen, wenn man sehr kräftig ist und über entsprechende Erfahrung verfügt und die Fische nicht so groß sind. Außerdem ist es von großem Vorteil, wenn man selbst über ein ordentliches Eigengewicht verfügt, damit man nicht so leicht über Bord gehen kann. Das Boot bleibt übrigens die ganze Zeit über in Aktion. Der Kapitän bzw. Skipper ist durch-gehend darum bemüht, das Boot so zu steuern, dass sich der Fisch stets hinter dem Boot befindet. Seitliche Ausfluchten werden also ständig abgefangen. Eine weitere Methode ist aber auch, dass der Kapitän rückwärts dem Fisch entgegen fährt, damit der Angler Schnur auf die Rolle bekommt. Wenn der Fisch viel Schnur von der Rolle zieht, muss die Rolle mit Wasser gekühlt werden. Ist der Fisch am Boot und der Helfer kann in die Doppelleine fassen, gilt der Fisch als ge-fangen. Aber gerade wenn der Fisch am Boot ist, entwickelt er manchmal noch große Kräfte und es ist Vorsicht geboten. Der Fisch wird dann gegafft, eine Leine um den Schwanz oder ums Schwert gebunden und dann an Bord gezogen. Größere Boote sind manchmal mit einem Kran ausgestattet, der die Sache spürbar erleichtern kann. Sagen möchte ich noch, dass es meine Meinung und Erfahrungen sind, die ich hier niedergeschrieben habe. Andere Angler haben sicherlich die gleichen Erfahrungen oder aber auch eine andere Meinung zum Big Game Fischen. Dafür ist das Thema zu vielseitig. Siegfried Stockfleth |
Aktualisiert (Samstag, den 30. Oktober 2010 um 20:43 Uhr)


